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February 10 2012

December 21 2011

May 25 2011

April 26 2010

Berlin: Farbattacke am Rosenthaler Platz


Fotos: Ambar Servin & Loso

Am Sonntag gab’s eine “Farbattacke” am Rosenthaler Platz in Berlin. “An jeder der vier Kreuzungsseiten wurde über dem Fußgängerübergang Farbe ausgeleert, knallrot, gelb, blau und lila, den Rest haben Fahrräder, Autos und Fußgänger erledigt”, erzählt “mg” bei Just. Sieht meiner Meinung nach aber extrem nach Guerilla-Marketing aus: Dafür sprechen a) “Einige „verdächtig“ aussehende Schaulustige mit größeren Kameras”, b) die Wahl des Ortes (vom Fenster des Lieblingscafés der digitalen Bhoème St. Oberholz kann man die Kreuzung sehen und das Event quasi live bloggen), c) die Tatsache, dass “nur” abwaschbare Farbe benutzt wurde, d) es gab kein Outing eines Künstlers und e) die ähnliche Kampagnen von Sony (Bravia) und BMW. Mein Tipp: BMW war’s – denn es gab bereits eine Kampagne bei der der Künstler Robin Rhode durch Farbe fährt. Bin gespannt, wer wirklich dahinter steckt…

February 06 2010

Geso: Schnee-Skulptur, Berlin

Schnee, ein Computermonitor und Farbe: Geso in Berlin. Via

January 28 2010

Freispruch

Es gibt Sätze, an denen komme ich einfach nicht vorbei.

Das Urteil wird als schwere Niederlage der Staatsanwaltschaft gewertet,..

schreibt Jetzt, Süddeutsche, zum heutigen Urteil gegen Yunus und Rigo. Das kann man wohl sagen.

Wie schon ausführlich beschrieben, sassen die beiden Berliner Jugendlichen über sieben Monate isoliert in U-Haft. Ihnen wurde ein Mordversuch am 1. Mai vorgeworfen.

Im Verfahren wurde sehr schnell klar, dass mit Gewalt passend gemacht werden sollte, was nicht passte.

Schönes Ergebnis, Glückwunsch an Rigo und Yunus, an die Familien und alle Beteiligten. Ich hoffe,Ihr feiert gerade ein großes Fest.

 

Die anderen dazu:

Tags: berlin justiz

January 15 2010

December 15 2009

Wieder mal ein Banksy auf eBay

Da wird schon wieder ein ganz offiziell geklauter Banksy aus Berlin bei eBay versteigert – mit Erlaubnis vom Bezirksamt Mitte. Der Bieter hat die Geschichte genau rekonstruiert (”The piece was situated on the wall of a building at the military graveyard on Kleine Rosenthaler Straße (house Nr. 2) in Berlin’s Mitte district. It was executed in 2003 as part of Banksy’s Tour of Berlin when he was in town, to take part in the Backjumps Live Issue Urban Art Festival in the summer of 2003″) und detailliert beschrieben, in welchen Büchern und Magazinen die Arbeit abgebildet wurde. Das höchste Gebot liegt momentan bei EUR 761,34. Alles nicht neu, sondern schon häufiger vorgekommen: Just hat vor einem Monat über den Swoon-Poster-Klau berichtet (Bilder inzwischen verschwunden), im letzten Jahr gab es einen Faile-Diebstahl und einen weiteren Banksy-Klau hier. Via: Mail, danke J.A.!

Reposted bysicksin sicksin

December 10 2009

Sieben Monate Einzelhaft für zwei Berliner Jugendliche

Seit dem 1. Mai '09 sitzen in Berlin zwei Jugendliche in Untersuchungshaft. Vorwurf: versuchter Mord. Eine Frau wurde von einem Molotow-Cocktail getroffen, ihre Kleidung fing Feuer. Yunus K. und Rigo B., 16 und 19 Jahre alt, werden festgenommen. Seit September findet in Berlin-Moabit das Verfahren gegen sie wegen versuchter und vorsätzlicher Tötung und schwerer Körperverletzung statt.

Soweit, so relativ unspektakulär diese Geschichte aus Berlin. Natürlich ist das mal was anderes, weil es bisher noch keine angenommenen Mordversuche am 1. Mai gab. Trotzdem werden die meisten, die Artikel darüber gelesen haben, diesen Fall als "eins von diesen Verfahren nach den 1. Mai-Krawallen" abgebucht und nicht weiter drüber nachgedacht haben.

Was mir persönlich die Schuhe ausgezogen hat, war ein Video mit einem Interview mit dem Großvater eines der beiden am Rande des Prozesses in Moabit. Er beschreibt die Haftbedingungen. Seine Fassungslosigkeit ist ihm anzumerken. Die beiden sitzen seit sieben Monaten in Einzelhaft. Alle zwei Wochen eine halbe Stunde Besuch.

Abendschau vom 23.11., Min. 1:46

Ich fand es sehr schwer auszuhalten, als Andrej unter solchen Bedingungen drei Wochen in U-Haft war. Andrej ist erwachsen und es waren nur drei Wochen.

Die beiden sind Schüler. Sie wohnen noch zuhause. Sie haben im Knast ihre Schulabschlüsse gemacht - Abitur der eine und MSA der andere. Ich finde das unglaublich. Unglaublich hart. 

Nun könnte man sagen, dass das in einem Rechtsstaat bei Mordvorwurf so sein muss.

Eine der AnwältInnen der beiden ist Christina Clemm. Sie ist auch Andrejs Anwältin. Christina hat ein Talent, sich unglaubliche Verfahren an Land zu ziehen. Seit sie mit unseren Kindern im Nebenzimmer Bilderbücher anguckte, während Andrej in Handschellen aus der Wohnung geführt wurde, glaube ich ihr alles.

Die beiden bestreiten die Vorwürfe.

Die Anklage beruht einzig auf den Aussagen von zwei Polizeibeamten, die sich bezüglich der Festnahmesituation und des -ortes widersprechen. Es gibt viele Zeugen, die die beiden Waldorfschüler entlasten. Sie haben andere Personen beim Werfen des Brandsatzes beobachtet. An der Kleidung der Angeklagten wurden keinerlei Spuren von brennbarer Flüssigkeit festgestellt, obwohl bei dem Wurf aus der Brandflasche viel davon verspritzt worden sein muß. Die Angeklagten hatten keine Rucksäcke o.ä. bei sich, worin sie einen Brandsatz hätten transportieren können. Das wird von Zeugen bestätigt und auch bei der Festnahme hatten sie nichts dabei. Sie wollten den Platz verlassen, als sie überraschend festgenommen wurden. (Soli-Website)

Der Staatsanwalt glaubt den beiden Polizei-Zeugen, die sagen, sie hätten sicher gesehen, dass die beiden den Molli geworfen haben.

Christina Clemm in der Abendschau:

Wenn man ... sieht, dass das eine völlig unüberschaubare Situation war, dass da eine junge Frau tatsächlich zu brennen angefangen hat, dass man auch dahin gerannt ist, um dieser Frau zu helfen, dann kann man sich gar nicht vorstellen, wie die eine ununterbrochene Beobachtung veranstalten wollen.

Am Abend des 1. Mai haben sich Zeugen bei der Polizei gemeldet, die ein Foto der tatsächlichen Werfer gemacht hatten. Es gibt weitere Zeugen. Mittlerweile wird auch gegen zwei andere Beschuldigte ermittelt. Das alles bringt das Gericht nicht dazu, nach sieben Monaten die Untersuchungshaft aufzuheben.

Die Familien bitten inzwischen, die beiden wenigstens zu Weihnachten auf Kaution rauszulassen - dazu gab's diese Umfrage in der Morgenpost.

Was tun

Yunus und Rigo PlakatEs gibt eine ausgesprochen rege Unterstützungsgruppe, die zu verschiedenem aufruft:

  • Mahnwache, Sonntag 13.12., 16 Uhr am Alex, Nähe Rotes Rathaus, Ecke Rathausstraße / Jüdenstraße
  • Info-Veranstaltung 14.12., 18 Uhr, Rudolf-Steiner-Schule Zehlendorf
  • Info-Veranstaltung 14.12., 18 Uhr, Humboldt-Uni Raum 2002
  • Demo am 19.12., 14 Uhr, Weinmeisterstr., Waldorfschule
  • Kundgebung 21.12., 12 Uhr, Gericht Moabit, Turmstrasse
und noch mehr.
Prozess, sei Beobachter, sei Berlin

Mehr Informationen

Im November gab es in der Waldorf-Schule Berlin-Mitte eine Infoveranstaltung, die als Video auf der Website zum Prozess zu sehen ist, wie auch diverse andere Videos.

Letzten Montag ging es etwa eine halbe Stunde bei Herrn Klein im Bluemoon bei Radio Fritz um den Fall:

als mp3 mit reichlich sehr seltsamen Details aus dem Verfahren.

Soli-Video von einer Gruppe aus Freunden, Eltern, Geschwistern, Mitschülern und Prozessbeobachtern:

 

Die anderen

 

 

 

Tags: berlin justiz
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