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July 06 2011

May 17 2011

finkregh

[...]

Oder direkter formuliert:

Wo es um Dinge geht, die sich direkt auf mein Leben, meine Gesundheit oder mein finanzielles Fortbestehen auswirken können, da brauche ich keinen Datenschutz, sondern da brauche ich ein Geheimnis. Ich kann 2011 keine Dinge mehr über mich an einen geschlossenen Personenkreis oder mit einer Zweckbindung veröffentlichen, sondern ich muß bei allen Daten, die ich direkt oder indirekt produziere oder veröffentliche davon ausgehen, daß sie allgemein verfügbar sind und mit allen anderen Daten verknüpft werden.

Danach muß ich mein Leben ausrichten.

Das ist das Credo der Spackeria, der Ausgangspunkt aller weiteren Betrachtungen.

Belege, die diesen Ausgangspunkt plausibel erscheinen lassen, gibt es genug: Die NPD stellt Volkszähler, Sony verliert Kreditkartendaten in Millionenbündeln, die EU exportiert innereuropäische Kontobewegungsdaten grundlos in die USA, ...

Der Startpunkt der Spackeria ist also ein entschieden nichtpolitischer, ja fast sogar antipolitischer: Weil der Datenschutz versagt, versagen muß (denn der Kontrollverlust scheint ein dem System inhärentes Merkmal zu sein), weil die Welt also so ist, ich aber in ihr Leben muß, muß ich mein Leben so gestalten, daß ich in so einer Welt leben kann. Das ist ein sehr ehrlicher, wenn vielleicht auch ein wenig zynischer Ausgangspunkt.

Dem Gegenüber stellt die Aluhutfraktion die Forderung, die idealistischen Ziele des Datenschutzes umzusetzen - auch dann, wenn dies technologische Fortentwicklung behindert, und oft auch dann, wenn dies ein rein symbolischer Akt ist oder wenn die tatsächlich wirksame Umsetzung dieser Ziele noch mehr Überwachung erforderlich machen würde.

[...]

Von der Spackeria, von Aluhüten und vom Kontrollverlust - Die wunderbare Welt von Isotopp
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May 06 2011

February 07 2010

20 Jahre EFF

EFF's 20th Birthday Commemorative Poster

Die Electronic Frontier Foundation (EFF) wird 20, und hat dazu von Hugh D'Andrade dieses hinreißende Motiv bekommen.

Die Feierlichkeit dazu findet am Mittwoch in San Francisco statt, und falls zufällig jemand die Gelegenheit hat hinzugehen: ich will eins von den T-Shirts!

January 03 2010

Die FDP und die Nacktscanner


Agenda 2013 | einspruch!

Die FDP ist die Bürgerrechtspartei, yes – sollte man zumindest meinen. Nachdem Sabine Leutheusser-Schnarrenberger schon während der Koalitionsverhandlungen in Bayern umgekippt ist, spielt die FDP seit sie in der Regierung ist mal wieder Russisches Roulette mit unseren Bürgerrechten. Die SPD kippt ja schon um, wie ein Schneemann in der prallen Sonne – die FDP schlägt jedoch keiner. Bei dieser Partei passt nicht einmal mehr das Sprichwort vom Fuchs im Hühnerstall. Wenn ich die Wahl hätte, zwischen einem Abendessen, vielleicht Leber, Fava-Bohnen und einen ausgezeichneten Chianti, mit Hannibal Lector oder einem FDP-Mitglied, ich würde mich für Hannibal Lector entscheiden. Das ist mir dann doch sicherer.

(weiterlesen…)

Reposted bysicksin sicksin

December 09 2009

Bruce Schneier antwortet auf Eric Schmidts Neusprech

If you have something that you don’t want anyone to know, maybe you shouldn’t be doing it in the first place.

–Eric Schmidt, Google CEO

Too many wrongly characterize the debate as “security versus privacy.” The real choice is liberty versus control. Tyranny, whether it arises under threat of foreign physical attack or under constant domestic authoritative scrutiny, is still tyranny. Liberty requires security without intrusion, security plus privacy. Widespread police surveillance is the very definition of a police state. And that’s why we should champion privacy even when we have nothing to hide.

–Bruce Schneier, Sicherheitsexperte

Mehr dazu findet man auf Bruce Schneiers Blog.

Googles Geschäftsprinzip tausche Daten gegen Dienste mag im kleinen Rahmen sicherlich legitim sein — genügend Wettbewerb vorrausgesetzt, wir sprechen aber nicht von irgendeiner Firma, sondern von Google, dem Branchenprimus mit einer geradezu gigantischen Marktdurchdringung. Es kann einfach nicht sein, daß die einzige Wahl besteht zwischen dem digitalen Erimiten oder dem virtuellen Strip zu Gunsten eines Konzerns.

Timeo Danaos et dona ferentes.

Wir schauen den Advent eines neuen Microsoft — mächtiger jedoch, und ebenso wie damals sehen wir uns Legionen willfähriger Zeitgenossen gegenüber, die für ein paar Geschenke ihr Leben prostituieren.

Reposted bysicksin sicksin

October 05 2009

Generator für Auskunftsersuchen

Auf dieser Seite könnt ihr automatisch Auskunftsersuchen an Polizei und Verfassungsschutz erzeugen lassen -- füllt einfach die Felder unten aus, wählt die Stellen, an die ihr Anfragen stellen wollt und klickt auf "Ok". Ihr solltet dann ein PDF zurückkriegen, das ihr nur noch ausdrucken und unterschreiben müsst. Wenn euer Drucker halbwegs ok ist, dürften die Briefe zur Verwendung mit Fensterumschlägen taugen. Für manche der Behörden unten hat die Erfahrung gezeigt, dass auch für Negativauskünfte Ausweiskopien angefordert werden. In diesen Fällen (sind mit Fußnote markiert) weisen wir in den Anschreiben auf eine Ausweiskopie in der Anlage hin -- steckt sie einfach mit in den Umschlag. Diese Kopie muss nicht beglaubigt sein.

August 08 2009

Staatliche Überwachung: Sicherheit total | ZEIT ONLINE

Früh raus. Der Wecker klingelt. Es ist noch dunkel. Nicht gleich Licht machen, eine Minute auf dem Bettrand sitzen bleiben. Die Morgenluft einatmen. Das Fenster ist gekippt, die Tür zum Flur offen. In der Küche wartet die Espressomaschine. Wo sind die Hausschuhe? Sich strecken, aufstehen, das Licht anknipsen.

June 14 2009

TP: Sicherheit statt Freiheit

Der Index in seinen verschiedenen Ausprägungen war schon immer sehr eng mit dem Zugang zu Information sowie mit deren Zerstörung und der Kontrolle verbunden. Im Folgenden soll versucht werden, die historischen Kontinuitäten in der Debatte um den freien Zugang zu Information und die Informationshoheit aufzuzeigen. Dazu wird neben den klassischen Werkzeugen der Wissenschaft auch das Stilmittel der Satire eingesetzt, um Sachverhalte besonders deutlich herauszuarbeiten. Ich bitte den geneigten Leser, mir dies zu verzeihen.

April 11 2009

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