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November 21 2011

finkregh

Damit hätte ich nicht gerechnet! Auf mein lapidares Twitter-Gestöhne, man könne doch nicht <p></p>, <br><br><br> oder &nbsp;&nbsp;&nbsp; verwenden, um sich Abstände in HTML/CSS-Layouts zurechtzuzimmern, kamen einige ernstgemeinte Rückfragen in Richtung: »Wie sollen wir es denn dann handhaben?« Dafür dieser Artikel.

Zunächst einmal: Der Grund, warum oben genannte Abstandstechniken uncool sind, ist eine Vermischung von Struktur und Styling. Ich packe damit das Styling-Vorhaben »horizontaler Abstand« und »vertikaler Abstand« in den HTML-Code, wo es nicht hingehört. HTML ist für die logisch-hierarchisch-semantische Struktur zuständig, und im CSS kümmert man sich um alles, was visuell zum Styling beiträgt, also auch die Abstände.

Für entsprechende vertikale Abstände nutzt man selbstredend margin und padding, und beschreibt damit die gewünschten Abstände vor und nach bestimmten Headlines und Absätzen. Gerne auch mittels :first-child oder :nth-child() die Abstände zwischen schwerer zu greifenden Konstellationen. Auch der Plus-Selektor (.content ul + p) kann wertvolle Dienste leisten, um dort Abstände zu setzen, wo sie sinnvoll sind.

Doch manchmal ist die Konstellation des Inhalts etwas ungünstig, denn man möchte bisweilen an bestimmten Stellen Abstände haben, wo vielleicht gerade kein besonderes Strukturelement gesetzt ist, der diesen Abstand mit sich bringt. Wenn man also in Gottes Namen ins HTML eingreifen muss, um genau zu definieren, wo denn nun der Abstand hin soll, verwendet man in der Regel das class-Attribut, hängt es an bestehende Elemente (z. B. p oder ul) und denkt sich sinnvolle Klassennamen aus, an die man dann per CSS Abstand zuweist.

Nicht cool sind dabei Klassen wie .large-space-top oder .bottom35, denn dabei handelt es sich um de-facto-Styling-Angaben. Auch diese haben in HTML nichts zu suchen.

Besser wären Klassen wie .teaser, .new-section oder keep-seperated, denn dabei wird ein wenig Semantik deutlich: Man beschreibt mit den Klassen die Funktion, die dieses HTML-Element erfüllt, und kann das im CSS mit den gewünschten Styling-Regeln hübsch machen. Ist mehr Denkarbeit, letztlich aber sinnvoll, denn man bleibt im CSS flexibel und kann statt 35 Pixel auch später mal auf 45 Pixel hochgehen, wenn es besser aussieht. Und im HTML steht dann diese blöde 35er-Klasse nicht fälschlicherweise herum!

In der Horizontalen sieht’s ähnlich aus. Statt:

<div class="timing">17.11.2011&nbsp;&nbsp;–&nbsp;&nbsp;19.11.2011</div>

schreiben wir im HTML lieber:

<div class="timing"><span class="from">17.11.2011</span>–<span class="to">19.11.2011</span></div>

Klar, das ist länger. Aber ich habe zwei wunderbare Haken, an denen ich flexibel handhabbare CSS-Regeln festmachen kann, die über padding-right: 20px; oder padding-left: 16px ganz exakt den Abstand der beiden Datumsangaben definieren können.

Also: Scheut nicht die Arbeit! Haltet das HTML sauber und denkt euch ordentliche, bedeutungsschwangere HTML-Klassennamen aus, dann klappt’s auch bei der Code-Übergabe zu einem anderen Frontend-Entwickler.

Individuelle Abstände in HTML/CSS: So geht’s! | praegnanz.de

October 08 2011

finkregh

Die Bundesregierung startete jüngst ein Aussteigerprogramm für Linksextremisten, dessen Sinn von vielen linken Gruppen und Aktivisten kritisiert wird. Ganz aktuell und exklusiv gibt es dazu auf pantoffelpunk.de ein Blitzinterview mit dem Aussteiger T.F.:

pantoffelpunk.de: “Herr F., sie sind aus der linksextremen Szene ausgestiegen. Wie haben Sie das geschafft?”

Herr F.: “Ich bin sonst jeden Dienstag zum Treffen der Autonomen Antifa meiner Stadt gegangen, an einem Dienstag im November des letzten Jahres allerdings bin ich von einem alten Bekannten, der mit der Szene nichts zu tun hat, zum Spieleabend eingeladen worden. Wir haben nett geklönt, ein paar Bier getrunken und witzige Gesellschaftsspiele gespielt. Das war ein sehr netter Abend.”

pp: “Wie ging es weiter?”

F.: “Am Ende des Abends fragten die mich, ob ich am nächsten Dienstag wieder kommen wolle, einer würde auch eine WII mitnehmen. Ich sagte zu und hielt meine Verabredung ein.”

pp: “Sie fehlten also wieder bei dem Treffen der Antifa? Wie haben ihre Kamer… Mitstreiter reagiert?”

F.: “Ich habe irgendwann S. von der Antifa angerufen und gesagt, dass ich Dienstags jetzt etwas anderes vorhätte und nicht mehr an den Treffen teilnehmen würde. Er war natürlich etwas enttäuscht, schließlich hatten wir davor Jahre lang gemeinsam im rechtsextremen Millieu recherchiert und Daten veröffentlicht, wir haben Aktionen geplant, Demos organisiert und Migranten bei der Suche nach Hilfen unterstützt.”

pp: “Wurden Sie in der Folgezeit unter Druck gesetzt und bedroht?”

F.: “Ja. Man hatte mir massiv damit gedroht, den Termin auf Mittwoch zu verlegen, ich solle doch bitte wieder dabei sein.”

pp: “Aber Sie sind hart geblieben?”

F.: “Ja, ich hatte schon länger keine Lust mehr, wollte das Feld den Jüngeren überlassen und auch wieder mehr Zeit für meine Freundin haben.”

pp: “Mussten Sie untertauchen?”

F.: “Ja, ich habe ein paar Antifas wiedergetroffen, als ich im letzten Monat im Freibad war. S. hat mich lachend untergeduckert. Einer hatte auch einen Ball mit. Wir haben dann eine Stunde lang “Schweinchen in der Mitte” gespielt und meistens war ich das Schweinchen. Dann musste ich Gott sei Dank raus, ich hatte nur ein Zweistundenticket und wollte nicht nachbezahlen.”

pp: “Herr F., wir danken für das Gespräch.”

Interview mit einem Aussteiger | pantoffelpunk
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Reposted bybrightbytedailyspamsofiasElbenfreundYarrick02mydafsoup-01evilmelrunnerlemalschauen2krekkDeadmanwalking

October 04 2011

finkregh
(F!XMBR) Für Bundeskanzlerin Merkel läuft es dieses Jahr nicht rund. Heute musste sie wieder einen Tiefschlag hinnehmen. In Stockholm hat heute das Nobelpreis-Komitee bekannt gegeben, dass der Physik-Nobelpreis 2011 an den Amerikaner Saul Perlmutter, seinen Landsmann Adam Riess und den US-Australier Brian Schmidt verliehen wird.

In Berliner Koalitionskreisen gilt die diesjährige Verleihung als ein Affront gegenüber Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die deutsche Bundesregierung hatte fest damit gerechnet, dass Angela Merkel für die bahnbrechende Entdeckung, dass AKW gefährlich seien, mit dem Physik-Nobelpreis ausgezeichnet werde.

Ein Vertrauter Merkels gegenüber F!XMBR: "Diese Verleihung ist eine Farce. Angela Merkel hat nach dem Unglück von Fukushima entdeckt, dass AKW gefährlich sind. Insbesondere der Umstand, dass AKW bei Flugzeugabstürzen nicht geschützt sind, war vorher nicht bekannt. Angela Merkel hat sich um die Sicherheit aller weltweit betriebenden AKW verdient gemacht. Sie hat neue physikalische Gesetze entdeckt, diese sogleich politisch angewandt." Angela Merkel wollte sich gegenüber F!XMBR nicht direkt äußern: "Kein Kommentar" heißt es aus dem Kanzleramt. Ihr Vertrauter:

"Die Entscheidung des Nobelpreis-Komitees ist eine politische, keine sachliche und inhaltliche. Wir fordern die schwedische Regierung auf, Steuerzuflüsse und Steuerbegünstigungen gegenüber dem Nobelpreis-Komitee zu überprüfen und gegebenenfalls einzustellen!"

Das Nobelpreis-Komitee hat schon immer mit zweifelhaften Entscheidungen von sich reden gemacht. So wurde Barack Obama mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet - diese Ehrung wurde unter der Hand mit dem zukünftigen Wirken Obamas begründet. Die heutige Entscheidung beweist einmal mehr, dass in Stockholm politische Entscheidungen getroffen werden und nicht wissenschaftliche und literarische. Wer wenn nicht Angela Merkel hätte für ihre Entdeckung, AKW sind nich sicher, den Nobelpreis verdient? Ein Skandal, an dem das Nobelpreis-Komitee noch lange erinnert werden wird.
Christian Sickendieck - Google+ - Erneuter Skandal durch Nobelpreis-Komitee (F!XMBR) Für…
Tags: fullquote win

September 28 2011

finkregh
Mark Zuckerberg plant, Facebook zu einer Art lebenslangem Archiv auszubauen. Man stelle sich vor, Bilder, Theater- und Kinobesuche, Parties, Beziehungspartner - alles auf ewiglich an einer Stelle vereint.

Hier ist mein Plädoyer für das Vergessen.


Ich sagte mal auf einer Veranstaltung der Webgrrls Rhein-Main, daß mich die Vorstellung erschreckt, es hätte Twitter schon vor 20 Jahren gegeben und ich hätte alles was mir widerfahren ist, und noch schlimmer, alles was mir DURCH MEINEN KRANKEN KOPF geschossen ist, getwittert, auf daß es für ewig nicht mehr aus dem Netz zu entfernen sei.

In der Anfangszeit des Internet habe ich auch ohne Twitter, nur mit Usenet, schon genug Jugendsünden verbrochen. Allerdings war ich damals "schon" Anfang 20.

Die Frage ist nun: wessen Kindheit und Jugendzeit war nicht geprägt von einer Aneinanderreihung an Peinlichkeiten? Mit manchen haben wir uns inzwischen versöhnt und erzählen sie in liebevollem Rückblick als Anekdoten. Manche Geschehnisse sind so peinlich, daß wir frohsind, daß auch die Eltern sie vergessen haben - oder sie zumindest einfach nicht mehr erwähnen.

Wir müssen uns vor Augen halten, daß heute Jugendliche, wenn nicht Kinder ins Netz gelangen und dort viel früher ihre Spuren hinterlassen, als wie das damals getan haben.

Dabei ist Vergessen, Verdrängen und Vergeben eine gute Sache!

Ich kenne genügend Menschen, die irgendwann nicht mehr an $EX[-N] erinnert werden wollen. Oder an andere Fettnäpfe.

Ich weiß nicht, wie es Euch so ergeht: ich schätze an diesem Blog, daß ich manche Ausflüge, Konzerte und ähnliches in Erinnerung behalten kann. Ich habe nie wirklich Tagebuch geführt und daher sind viele Erfahrungen und Empfindungen wohl irgendwann in den Tiefen meines Gehirns verschwunden und verpufft. Ich erinnere mich nicht mehr. Auch wenn ich Eintrittskarten und Programmhefte aufbewahre.

Natürlich sind darunter auch "gute" Erinnerungen. Diese versuche ich nun hier zu manifestieren. Aber: hier kommt nicht herein, an welchem Tag ich mich über welchen Kollegen oder Bekannten oder Freund geärgert habe und warum. Dies ist nicht der Ort für eigene oder unfreiwillig miterlebte Beziehungsdramen.

Man möchte selber auch mal Dinge vergessen oder verdrängen. Ein lebenslange, söffentliches Archiv macht dies unmöglich.

Meine erste Platte, die ich selber gekauft habe, war übrigens nicht ABBA. Was es wirklich war, habe ich die meiste Zeit gnädig verdrängt.
Für das Vergessen - Princess' Petitessen
Reposted byMadMaidseramadgyver26thmeusoccoloredgrayscale

August 17 2011

finkregh
I am a software developer. I make things work. Sometimes I make a mistake. But only about once per year. I mean serious mistakes, a wrong Architecture, a buggy code line that requires an emergency release. That's OK, you think. But...

...there are 10 developers. Each of them does very good work. They deliver solid, tested, working code. They make only very few mistakes. Only one each year. I mean the very serious errors. This makes an emergency release every month. Each new release is followed by a bug fix release. Each new feature is retarded by the emergency release of the previous feature.

There are 6 big features every year. Each feature has >1 operating components. This makes 30 components in 2 years, easily 50 in 3 years. If a single components runs into problems once per year, then after 3 years operating plays firefighter every other week. But operating is already busy maintaining and expanding the operation without serious application problems. They have their own operational problems.

All this makes me 10 times more paranoid.

Of course you make mistakes, anyone does. We test, check, and we find and fix them. But still one per year might slip through. That's still too much. We need methods to eradicate them. My methods are paranoid programming, good architecture, expectation tests, slow down, and 4-eyes.

Paranoid programming and good architecture are classics. 4-eyes is useful in extreme cases and dangerous situations. You want to drop the backup database? Ask someone else, if the statement is correct. She will notice that you are actually dropping the live database.

Expectation testing means, that you plan what to expect from a test. Think of the result before you click the button. Do not interpret test results. Plan the result, make a theory, and confirm the theory. The system tells you facts. And facts are powerful arguments. They can easily convince your brain, that everything is OK. Do not let them convince you. Let the facts confirm your expectations. You are the boss. You tell what happens, before it happens.

Slow down means that you do not hurry delivery. Coding should be quick, dynamic, agile. But delivery, be it deployment, delivery of results or code check-in may be slow. Take your time to think about what you are doing and if it is really brilliant. Stand up, walk around the chair, sit back, think. Take the time. It's only 3 minutes. It's nothing compared to the work before, nothing compared to the consequences of failure.

The goal is NO MISTAKES. That's impossible. But if we do everything and more to make NO MISTAKES, then we might end up at really only one per year, per developer. That would be fine.
Code and Life: I am a Professional Paranoid
Reposted bypotatoedschanoehEineFragevonStilFreXxXablbaconit-failyouam

August 12 2011

finkregh

Weiss die ZEIT interessantes zu berichten:

Eine weitverbreitete Art dieser Selbststilllegung, die immer zur Selbstzerstörung tendierte, war exzessiver Alkoholkonsum. Staatlicherseits unternahm man wenig dagegen, der Stoff blieb über all diese Jahre hin ebenso billig wie das Mischbrot und der Zucker. Seltsamer- oder vielmehr logischerweise zählte er auch niemals zu den Mangelwaren.

Flasche Goldbrand: 14,50 Mark, Kiste Bier: 14,40 Mark. Brot 0,93 Mark. Grundlohn etwa 500-700 Mark.
Heute im goldenen Westen ist der Alk wie jeder weiss unbezahlbar teuer, und die 2,5 Millionen Alkoholiker sind auch alle ausnahmslos trockene Ex-Zonis.

» Über Alkoholpreise in der DDR… « Trash-Log Blog Archive
Tags: fullquote
Reposted bypotatoe potatoe

August 09 2011

finkregh

Ich bin eine Frau. Ich habe zwei Brüste, eine Gebärmutter. Ich trage keine Hosen, meine Haare sind lang. Meine Fuß- und Fingernägel sind lackiert. Ich gehe so gut wie nie ungeschminkt aus dem Haus. Ich fahre einen Kleinwagen, interessiere mich nicht sonderlich für Technik. In meiner Freizeit nähe ich gerne und treffe mich mit Freunden.

Ich lebe in einer Gesellschaft, in der die eindeutige geschlechtliche Zuordnung eines der Hauptbedürfnisse zu sein scheint. In der es notwendig ist, sich einem Lager zuzuordnen. Dieses Lager bietet mir Handlungsvorgaben. Zu Körpersprache, Lieblingsfarben, Gesprächsthemen, Literaturempfehlungen, Gehaltsstufen, Karriereverläufen. Alles muss eindeutig sein, verständlich, klar abgegrenzt. Die obige Beschreibung meiner Person umfasst (nicht ganz zufälligerweise) eindeutig weibliche Eigenschaften. Oder etwa nicht?

Führt nicht allein die Tasache, dass ich Brüste und lange Haare habe dazu, dass ich als Frau identifiziert werde? Und jeder weitere Schritt führt zur Verdeutlichung meiner Rolle, macht mein Gegenüber sicherer, dass es recht hat mit seiner Einschätzung. Und dass alle weiteren impliziten Annahmen jetzt bestimmt auch noch auf mich zutreffen werden.

Warum kann ich nicht ausnahmsweise mal anders klassifiziert werden? Ist ja klar, dass Du am liebsten Schokoladen-Eis isst, du bist ja auch Rechtshänderin. Seid doch mal ein bisschen kreativer!

Ich lebe in einer geschützten Welt, in einer Blase voller gendersensibler Menschen. Trotzdem ist mein Alltag geprägt durch mein Geschlecht. Muss ich mir zum Beispiel gefallen lassen, dass mir Menschen nachpfeifen? Und wenn ich mich darüber beschwere, reagiere ich dann wirklich empfindlich und sollte mich statt dessen lieber mal über das Kompliment freuen? Muss ich in der Autowerkstatt „Frollein“ genannt werden? Der man geduldig und langsam erklärt, was zu tun ist? Anstatt dass einfach akzeptiert wird, dass ich mir erlaube, bestimmte Dienstleistungen an andere abzutreten. Und dass ich mir niemals merken werde, warum mein Auto jetzt diese Geräusche macht. Und dass das nichts damit zu tun hat, dass ich Eierstöcke habe, sondern einfach nur einem jahrelang gepflegtem Desinteresse geschuldet ist? Muss ich mich wirklich darüber freuen, wenn mir jemand sagt, ich sei „appetitlich“ und mir dabei in den Ausschnitt starrt? Und mich dann noch ernsthaft verteidigen, wenn ich das vermeintliche Kompliment abwehre? Dass ich in Diskussionen im Notfall mit „Schätzchen“ angesprochen werde oder mir mangelnde Sachlichkeit vorgeworfen wird, und zwar ausgerechnet von den Personen, die vorher die Schätzchen-Karte gezogen haben? Dass Professoren über meinen Forschungsschwerpunkt herziehen oder genderneutrale Sprachregelungen boykottieren? Denen zu weiblichen Doktoranden nur Angebote zur Kinderbetreuung einfallen? Dass ich ernsthaft die Quote diskutieren muss, „weil dann ja die schlechteren Frauen die besseren Männer verdrängen“? HALLO?!
Und das im Jahr 2011. Gibt eine eindeutige Zuschreibung tatsächlich so viel Sicherheit, dass sie unverzichtbar ist?

Die Konfrontation mit diesen Themen und den Personen, die sie vertreten, oder sich der beschriebenen Strategien bedienen, führt manchmal zur absoluten Fassungslosigkeit, zu Entsetzen. Und im schlimmsten Fall zu Ohnmacht.
Macht aus mir nicht die Person, die euch gut in den Kram passt. Lasst mich da raus.

Wut «
Reposted bygendrrr gendrrr

July 22 2011

finkregh

Die „Zeit“ als eines der letzten ernstzunehmerenden „links“liberalen Medien ist seit längerer Zeit schon von allen guten Geistern verlassen, heute schiesst sie mal wieder den Vogel ab mit einem Artikel, den man in Ermangelung anderer mit gesundem Menschenverstand zu erklärenden Möglichkeiten eigentlich nur als gekauft erklären könnte zum Thema „grüne Gentechnik“.

„grüne“ Gentechnik ist schonmal was feines, was den StandardZEITleserdeppen einstimmen kann auf das was kommen muss:

Ökoterror
Die Gegner der grünen Gentechnik werden gewalttätig.

Könnt Ihr mal in Euer korruptes Buch zurückgehen? Die „grüne“ Gentechnik IST gewalttätig. Die „grüne“ Gentechnik geht über Leichen, entzieht arbeitenden Menschen BEWUSST ihrer Lebensgrundlage. „Grüne“ Gentechnik tötet Menschen (und Tiere).

Weil die meisten Aussaaten offene wissenschaftliche Fragen beantworten sollen, vernichten die Aktionen die Arbeit von Jahren.

„Grüne“ Gentechnik vernichtet die Arbeit von Jahrtausenden.

Diesmal nahm die Auseinandersetzung jedoch eine neue, eine gewalttätige Dimension an. Die Angreifer waren vermummt und bewaffnet. Sie drohten den Sicherheitskräften am Feldrand mit körperlicher Gewalt, erzwangen die Herausgabe von Handys und Akten.

Dummkopf. Wen willste damit verarschen? ZEIT-leser? „Grüne“ Gentechnik fordert die Herausgabe von Leib und Leben. Nicht andersrum.

Die Eskalation zeigt zunächst: Viel zu lange hat der Rechtsstaat die Attacken auf die Forschungsfreiheit als Kavaliersdelikte behandelt. Den Tätern fehlt, das zeigen die Bekennerschreiben, jegliches Unrechtsbewusstsein.

Vom Rechtsstaat bin ich auch ein grosser Fan. Vielleicht findet der heraus, welcher gewalttätige Konzern dieses peinliche Gewimmer zu verantworten haben könnte.
Wo muss ich unterschreiben?

» Journalismus und Korruption Mumpitz bei der „Zeit“ « Trash-Log Blog Archive

June 29 2011

finkregh
... vor jahreszeittypischen Wetterlagen. Wie haben wir eigentlich früher überleben können, ohne die tagtägliche Panikmache? Als man noch die Mündigkeit besitzen durfte, selbst aus dem regulären Wetterbericht das angemessene Handeln abzuschätzen?
Amtliche Warnung ... - Das Blog der Geekcouch

June 22 2011

finkregh

Der Innenminister Schleswig-Holsteins Klaus Schlie (CDU) hat in einem Brief an das Amtsgericht Elmshorn eine Strafrichterin dafür gerügt, dass sie einen Polizisten wegen des Einsatzes von Pfefferspray wegen Körperverletzung im Amt in einem minder schweren Fall verurteilt hat.

Nun ist Rechtsprechungskritik durch Spitzenpolitiker ohnehin etwas, was in einem Rechtsstaat nicht vorkommen sollte, weil der dadurch erzeugte Druck eine Gefahr für die Unabhängigkeit der Justiz darstellt und bereits der Anschein vermieden werden muss, die Politik könne die Justiz einschüchtern. Wenn es wie im vorliegenden Fall noch dazu so ist, dass das schriftliche Urteil noch gar nicht vorliegt und der Politiker auch die Umstände des Einzelfalls ganz offensichtlich nicht kennt, wirft das Fragen nach der rechtsstaatlichen Grundeinstellung des Ministers auf.

Es gibt schlicht Sachverhalte, in denen Polizeibeamte die Grenzen ihrer Befugnisse deutlich überschreiten und Straftaten im Amt begehen. Auch wenn Polizisten in Einzelfällen in Sekundenschnelle reagieren müssen und häufig provoziert werden, kann dies nicht bedeuten, dass Polizeibeamte sakrosankt sind und jedweder Exzess geduldet werden muss.

(via lawblog)

Internet-Law » Innenminister rügt Strafrichterin

// wo war noch gleich der VS?
Tags: fullquote
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February 20 2011

finkregh

Die Grünen — eine Protestpartei? Nicht für Jutta Ditfurth. Die Ex-Bundesvorsitzende greift ihre früheren Weggefährten im SPIEGEL-ONLINE-Interview scharf an: Sie seien zu neokonservativen Weichspül-Ökos und Meistern in der Kunst des Verrats verkommen.

via SPON

Zum Teil unterstütze ich die Ansichten Jutta Ditfurts. Allerdings sage ich auch, hätte sie nicht anno 1990 Fersengeld gegeben, dann sähe es heute vielleicht anders aus. So aber lief man bei den ersten größeren Reibungen davon, zeterte aus dem sicheren Off und nahm dort eine Haltung ein, die man auch nur als Solist in diesem Off einzunehmen vermag.

«Was weiß der schon», mag man sagen, jemand der am Rand der Partei steht, einer von vielen? Und genau dies ist der Punkt, ob Partei oder Bewegung: der Einzelne wird in der Regel übergangen, man schmiegt sich an die Galionsfigur, hofiert diese. Jutta Ditfurth, die Tochter des bekannten Wissenschaftlers Hoimar von Ditfurth, ist eine dieser Galionsfiguren, die es vorzog Zeter und Mordio zu schreien, jene die zu ihr aufblickten im Stich zu lassen, heute zieht sie es vor ganz angepaßt im neoliberalen Kampfblatt Spiegel ein Interview zu geben. Ja genau so sehen Revoluzzer aus, my ass! Da lob ich mir doch den Hans-Christian Ströbele, der zwar teils unterlag, aber den Realos das Leben so schwer wie möglich machte bzw. macht.

Kämpfen, nicht Zetern — hic sunt dracones

February 03 2011

finkregh

Low-Tech and the revolution or: How a video of an egyptian girl forced us into technology of the 90s

- a reflection on the last week’s turmoil by Telecomix agents tomate and Drahflow

In January 2011 the fear of all internauts became bitter truth. A whole country was kill-switched by the government. The flow of data was interrupted, communication laid waste. Not only the Internets was taken down, other means of communication were interrupted too. Cell Phone providers took down their services.
The reason was a girl from Egypt who claimed her right for free speech and free political expression and called the Egyptians to go with her to Tahrir sqaure in Cairo in a video spread in the internets. People heard here and we know what happened after that. At a glance it was this video that activated the kill-switch.

After the kill-switch
On Friday the 28th of January 2011 when the مبارك (Mubarak) regime killed the Internets, we were not prepared. The menace of this has lied so long as a bad idea in the heads of people, that we not really thought that anyone would do it.

Border routes were killed. The Noor ISP stayed online the longest, nobody really knew why. As far as we know, it was not the hardware dying, somebody configured it down. Configured it down. This was not some douchebag switching off something, this were knowledgeable people deliberately murdering connectivity. Mobile networks were down as well, most likely deliberately as well.

Telephone lines worked. Not all could dial international, but some could.

What we did
So, there was no Internets in Egypt. Internauts had no chance to communicate what is happening, mothers and fathers could not send emails to to theire relatives. No data was flowing. As the phone lines were working, this was the solutions: Modems. Technology form the last millenium lying dusty in some boxes. We built them in our computers and reactivated them. Some of us still had them working. We set up servers which could answer modem calls via landline. Many of the Telecomix agents who were setting up this were even not born when this technology was considered modern and they had to do many hours of try and error till they got them up and running. Some touched their first modem on these very days.

On the other side some providers reactivated their modem pools for the people in Egypt. In France, the Netherlands and Germany they started their modem banks and Telecomix was spreading the dial up numbers. The ways we had – microblogging and trying to get connected to persons in Egypt – were not enough.

Problems we had
We had no fucking way to flow the dialup numbers to Egypt in a way that as many persons as possible could get it. Fax numbers of people and universities were online. Were. On Egyptian servers. However, we had google cache. And google cache had fax numbers. Then we had fax numbers. Still that took too long. Also we had no outgoing fax servers at the beginning and were every time searching for agents with faxes.

What it really made it difficult was that there was no instruction, how to set up a computer which takes the modem call and than connects the caller to the internets. We had to write it down, while we learned how to do it. As a matter of fact, we had to find people who can write it down for Linux, Windows and OS X.

What we need to do better
We need to build up number pools for every country that is endangered of the kill-switch. We need to have faxes available to fax information. Not only dial up numbers, but advices how to communicate in a secure way that people do not get harmed because of the act of communication.

We need to get contacts with modems and knowledge in endangered countries and periodically test that the line is indeed working. Not all modem pairs make love. We need to pair them correctly before a crisis sets in.

A better mobilisation is needed. Many people who wanted to help did not have the correct landlines and/or hardware. If you still own an analouge landline, get yourself a modem and set it up for incoming connections. If you own a fax, report at Telecomix and offer your service.

What if it happens here
TL;DR: We would be fucked. Badly. We need to fix that.

We always think that the kill-switch will only happen in countries like Egypt, Algeria, Tunesia or we even never heard names of. Not in Europe or the USA. Fact is, that politicians form the US and Europe proposed laws for that or talked about that idea as if it would be a good one.

If it happens here, essentially all our knowledge will be gone. Some of us keep a wikipedia mirror around for Justin, too many don’t. Don’t think you can rely on the internets to fix the internets. We could only help Egypt because our internets were working.

If they strike, we don’t know where they will. In Egypt they killed the internet somewhere on Layer 2 or 3. This was a low blow actually. Anything above that would have made way less problems. It was bad. But there are worse things politics can do to the internets. Tanks can actually kill a wire. Like physically kill. And no routing wizardry will help you there. Data will not flow any more. It is like nuking the entire site from orbit.

We need a backup Layer 1. A backup Layer 1 which can not be destroyed, censored, overtaken or indeed controlled at all by those who do not want data to be free. Most approachs till now do not really work. We have to be creative and find new ways beside the old and known patterns.

We need people to operate such a network. We need to have delicious cake in it, otherwise most people can’t be bothered to operate it. Or we need long distance techs. Better however to get many people on it, otherwise it’s too easy to kill and not enough people get the data from it.

Thanks for listening.

We live for the flow of data. My name is tomate and I am an internaut. My name is Drahflow and I am an Internaut. Let there be freedom for all people and computers.

Low-Tech and the revolution or: How a video of an egyptian girl forced us into technology of the 90s | We Rebuild Interfax [1]

January 19 2011

finkregh

Diese Firma scheint mit ihrem Verhalten im Recht zu sein. René scheint auf eine Abmahnung nicht reagiert zu haben, dann kann so etwas eben passieren.

Davon kann man halten was man möchte, aber so wie René sich auf Twitter verhalten hat, ist mindestens genauso peinlich, wie die Aktion dieser Firma.

René sitzt vor seiner Twitter Timeline und tut so, als ob er irgendwelche virtuellen Armeen kontrollieren könnte, indem DDos Attacken typische Aufrufe von ihm getwittert werden. Ich finde das extrem peinlich, wie er sich dort verhalten hat. Wer mit minderjährigen Skriptkiddies spielt, der scheint nicht der intelligenteste zu sein.

Weiterhin sagte René, sein Blog wäre ein Kulturgut? Hä? Und ich bin mir sicher, dass er das ernst gemeint hat.
Was kann denn an fast ausschließlich von anderen Blogs kopierten Inhalten ein Kulturgut sein?
Und einen besonders hohen Wert hat dieses Nerdcore Blog für mich auch nicht, denn wie gesagt, wer fast ausschließlich Inhalte kopiert, könnte alleine dadurch schon Hundertfach abgemahnt werden. Er kopiert aber fast nur aus Amerika, und klar, da versucht niemand in Deutschland abmahnen zu lassen, weil das nichts bringen würde.

Okay, irgendwann hat René damit angefangen, sein Blog kopmplett und schon fast unerträglich mit Werbung vollzukleistern. Vielleicht verdiente er damit seine 1600 Euro im Monat, was zum Leben reicht.
Aber nochmal, die Tatsache, dass er von seinem Blog als Kulturgut spricht, zeigt doch, wie weit er mittlerweile von der Realität entfernt ist. Vielleicht dachte er auch, er müsse auf so eine Abmahnung nicht reagieren, weil er ja der “tolle” Nerdcore ist. Vielleicht fühlte er sich in seiner Position als einer der deutschen Blogger mit dem meisten Traffic zu sicher und der breiten Unterstützung gewiss. “Starallüren” habe ich bei ihm sowieso schon beobachten können, auf welcher Grundlage diese “Starallüren” stattfanden, habe ich mich immer gefragt.

Und leider hat sich eine Unart entwickelt, die auch in diesem Fall schon wieder mehrach gefordert wurde, nämlich, dass Leute anfangen über Spenden und Geldzuwendungen für Nerdcore zu sprechen.
Warum man für jemanden spenden sollte, der die Pfändung seiner Domain grob fahrlässig provoziert hat, kann ich nicht verstehen.

Aber das ist so ein Blog Reaktionismus, wie wir ihn oft beobachten können, wenn es um das Thema Abmahnungen geht. Werden “große”, sprich gut besuchte Blogs abgemahnt, berichtet jeder kleinste Dümpelblog darüber und ruft sofort zu Spendenanktionen auf. Aber wenn es mal ein kleines Blog trifft, ist die Solidarität plötzlich nicht mehr zu spüren. Sprich, ein großes Blog voller Werbung, dass ordentlich Geld im Monat abwirft, bekommt Spendenaufrufe, während die kleinen, die nichts damit verdienen, links liegen gelassen werden.

Solidarität ist natürlich eine schöne Sache, aber blinde Solidarität ist meistens fehl am Platz.

Euroweb vs. Nerdcore? | Spreeblick

November 09 2010

finkregh

Ich habe noch einen halbfertigen Rant auf Halde, in dem ich am Beispiel eines gewissen, aus unerfindlichen Gründen populären E-Commerce-Systems (dessen Name mit M anfängt und mit agento aufhört) auf Websites schimpfe, die ohne JavaScript nicht funktionieren. Da ich mir aber ziemlich sicher bin, dass ich mich dort gleich mehrfach im Ton vergriffen habe, lösche ich diesen Text jetzt und lasse Jenn Lukas sprechen. Die gute Frau bringt die wichtigsten Gründe nämlich in wesentlich zivilisierterer Form vor, als ich mir das gelingen würde und liefert uns einen schönen kurzen Vortag, den man wunderbar als Munition gegen die meine-Website-muss-ohne-JS-nicht-funktionieren-Fraktion verwenden kann:

Jenn Lukas - JSConf 2010 auf Blip.tv

Alle guten Gründe hin und her – was mich an JS-untauglichen Webseiten mehr als alles irritiert, ist dass es sie überhaupt gibt. Wenn man nur kurz überlegt, bevor man draufloshackt, passieren ohne JS benutzbare Websites wie von selbst. Unobtrusive JavaScript ist kein Hexenwerk, sondern, sofern man seine Auszeichnungs- Gestaltungs- und Script-Schichten sauber trennt, fast unvermeidlich. Um Seiten zu bauen, die nur mit JavaScript funktionieren, muss man sich richtiggehend anstrengen. Und mir ist nicht wirklich klar, was in den Köpfen jener vor sich geht, die sich diese Mühe machen und derartiges HTML an die Öffentlichkeit lassen:

<button type="button" class="button" onclick="productAddToCartForm.submit()"><span><?php echo $this->__('Add to Cart') ?></span></button>
<button type="button" class="button" onclick="productAddToCartForm.submit()"><span><?php echo $this->__('Add to Cart') ?></span></button>

Klar, wenn man ein hyper-dynamisches neues Webapp rund um neueste JavaScript-Features herum konstruiert und das Projekt ohne JS prinzipbedingt nicht funktionieren könnte, wäre das etwas anderes. Aber eine herkömmliche Website oder einen Onlineshop mutwillig oder fahrlässig fest an JS zu binden, ist, als würde man über das Schiebedach in ein Auto einsteigen. Das kann man sicher so machen, aber wenn vorher nur kurz nachdenkt und entsprechend plant, kommt man ohne zusätzliche Mühen auch anders in die Karre – und sieht dabei dann auch nicht aus wie ein Vollhonk.

Warum Websites ohne JavaScript zu funktionieren haben • Peter Kröner, Webdesigner & Frontendentwickler
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October 27 2010

finkregh

Ich kann es im Moment gar nicht wirklich in Worte fassen, wie ich mich fühle angesichts des desolaten Zustands dieses Landes, unserer Regierung, der Gesellschaft per se, der Welt, der Menschheit. Mag nach gewaltigem Weltschmerz eines Gutmenschen klingen, aber betrachten wir es doch einmal realistisch: was hält den Optimisten denn noch am Ticken? Oder anders gefragt, ist der Pessimist denn überhaupt noch ein Pessimist? Ist jener nicht viel mehr der Realität verhaftet, tauschte Ahnungen und Kassandrarufe gegen Fakten hier und heute? Weitaus genehmer wäre mir die Position eines Optimisten, zurückgezogen in mein Schneckenhaus, aber selbst dieses frühere ach so «sichere» Refugium, die letzte Bastion des Geistes, muß sich nun fortwährend Angriffen stellen.

Der leibhaftige und äußerst reale Shitstorm, der sich da heute Leben schimpft, ist wahrhaftig kein schöner Anblick für den aufgeweckten Zeitgenossen — mehr und mehr fehlt dieses je ne sais quoi, dieses Iota Bohème, der schillernde Teil des Lebens, welcher den Rest zu kompensieren vermag. Ein Schneckenhaus war für mich immer nur ein Ort zum temporären Verweilen, um gestärkt wieder diesem Leben entgegen blicken zu können.

Evil walks

highway to hell | akephalos
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October 26 2010

finkregh
Vor 10 Tagen waren es um die 500, nun also weit über 1000 Ermittlungsverfahren die gegen Menschen und Gruppen eingeleitet wurden, weil sie angeblich öffentlich zu Straftaten aufrufen, wenn sie eine Absichtserklärung bzw. Unterstützererklärung bei castor-schottern.org unterzeichnen.

Na wenn das kein Selbstläufer ist? Die Staatsanwaltschaft Lüneburg behauptet weiterhin steif und fest, dass es sich um einen Aufruf zu Straftaten handelt und dass es sich selbst bei Nichtvollzug der angekündigten Handlung, um eine Straftat handle, die mit bis zu 5 Jahren Haft geahndet werden kann. Die Betonung liegt dabei eigentlich 1. auf kann und 2. auf den Nachweis, dass die Voraussetzungen stimmen, die die Staatsanwaltschaft da konstruiert...

Spannend in diesem Zusammenhang: die Staatsanwaltschaft sagt offen, dass es sich um eine Abschreckung handelt. Das ist um so Fragwürdiger, weil in dem ach so tollem Rechtsstaat für derlei Rechtsauffassung kein Spielraum besteht. Entweder es ist etwas, was strafrechtlich relevant ist oder eben nicht, aus politischer Motivation Strafverfolgung zu betreiben oder es zu unterlassen, das geht offiziell eigentlich gar nicht.

Es ist doch immer wieder eine Offenbarung, wie in diesem ach so guten demokratischen und zivilisierten Land mit Opositionellen umgegangen wird und wie das kriminelle und verantwortungslose Handeln der Politik und Wirtschaft gegenüber dem Recht auf Unversehrtheit heutiger und zukünftiger Generationen nicht einmal ansatzweise juristische Nachspiele hervorbringt. Aber wer erwartet das noch?

Scheinbar lassen sich in diesem Land aber immer mehr Menschen nicht mehr einschüchtern, wenn es um ihre und die Rechte ihrer Kinder und kindeskinder geht, wenn es darum geht einem unverantwortlichen, anmaßendem Treiben einiger großer Konzerne und deren Politikmafia entgegen zu treten. Das ist das gute an der Nachricht, abgesehen von den vielen Schlechten.
de.indymedia.org | Über 1000 Ermittlungsverfahren gegen Antiatom
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October 25 2010

finkregh

The Idea

A few months ago, Momo came up with an idea to manage contact data in a decentralized and distributed way. The plan was to provide a simple interface to manage and distribute contact data using HTTP. Some weeks ago he finished his bachelor thesis on this topic.

The Project

After some discussions with Momo, I decided to implement his protocol specification. Fortunately, I had the possibility to do this as a software project at my university. The project was mentored by Prof. Kriha.

The implementation itself was done using Scala, Lift and MongoDB.

Abstract

For those of you who don't want to download the whole documentation, here's an abstract:

We all live in times of digital communication: Almost everybody is reachable via cellphone, instant messaging or email. Not only the communication itself evolved but also the communication channels increased dramatically. Some people have multiple email addresses, instant messaging accounts and profiles on several social networks. It is virtually impossible to keep track of all the information available. To address these problems, Moritz Haarmann came up with an idea of a system which is able to manage contact data in a distributed and convenient way. The result of this idea was a protocol proposal which enables users to manage their address data so they can just stop worrying about it. This documentation describes the implementation details and design decisions made to create an usable software which uses the protocol defined by Moritz.

Documentation

I've also written a documentation which describes the protocol specification, some implementation details and the technology used. Have fun with it.

Distributed contact management using HTTP - roothausen

October 18 2010

finkregh

Cyber-Grooming immer perverser! Jetzt auch auf Twitter! Es ist unglaublich, was abseits der Öffentlichkeit im Tatort Internet passiert! Wir fordern die Vorratsdatenspeicherung und die Netzsperren, damit die Ermittlungsbehörden endlich Perverse wie @Farlion und @csickendieck hinter Gitter bringen können! Stephanie zu Guttenberg und Udo Nagel haben mindestens den Pulitzerpreis, den Oscar und den Friedensnobelpreis verdient! Liebe Politiker: Schützt endlich unsere Kinder! Und überhaupt:

Wir fordern Weltfrieden!

twitter_chat_tatort_internet

Eine Gemeinschaftsproduktion von Farlion und F!XMBR… :)

Tatort Internet: F!XMBR veröffentlicht exklusiv Chatprotokoll » F!XMBR
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October 14 2010

finkregh
Die NZZ am Sonntag ging in ihrer gestrigen Ausgabe der Frage nach, weshalb sich günstiges Kollektiv-Internet noch nicht mehr durchgesetzt hat. In Wohnblöcken wird üblicherweise die Kabelfernseh-Gebühr via Nebenkostenabrechnung eingezogen, und dieses Kollektiv-Modell könnte auch für den Internetanschluss funktionieren, doch scheint noch kaum jemand auf diese Idee gekommen zu sein. Das Einsparpotenzial im administrativen Bereich ist für den Serviceprovider beträchtlich, und das resultiert in günstigeren Anschlussgebühren. Doch - wie die NZZaS schreibt - wollen das die meisten Serviceprovider gar nicht:
[...] Gerade in grösseren Überbauungen wäre es vergleichsweise einfach, analog zum Kabel-TV auch einen kollektiven Internetzugang anzubieten. Das wäre deutlich schneller und vor allem viel günstiger als die meisten Angebote für Privatpersonen, die es auf dem Markt gibt. Doch Swisscom und andere Telekom-Anbieter verkaufen lieber die lukrativen individuellen Daten-Abos. [...]
Unser hier schon kurz angedeutete FTTB (Fibre to the Building) Referenzprojekt in Winterthur kommt im NZZaS-Artikel auch zur Sprache:
[...] In einem Pilotprojekt, das Fredy Künzler gemeinsam mit dem Zürcher Service-Provider Init7 realisiert hat, ist ein solcher Kollektivanschluss bereits Realität. In einem neu erstellten Studentenwohnheim in Winterthur wurde in allen Wohneinheiten ein Breitband-Anschluss mit einem symmetrischen Datendurchsatz von 100 Mbps an das Internet eingebaut. Die Kosten von Fr. 17.50 pro Monat sind bereits im Mietzins enthalten. «Bei den Studenten kommt das Angebot bestens an», sagt Sarah Bügler von der Livit AG. [...]
Damit kann ich jetzt die Katze endlich aus dem Sack lassen: Das neue Studentenhaus an der Unteren Briggerstrasse in Winterthur wurde von uns mit Gigabit-Ethernet über Glasfaser direkt an den 10Gig-Backbone angebunden. In den beiden Häusern erfolgt die Verteilung über Cat-5e UGV Verkabelung in jedes der 106 Zimmer. Die - teilweise auf den Etagen verteilten - Switches werden ebenfalls durch Init7 gemanagt und jeder Zimmeranschluss ist mit 100mbps symmetrisch angebunden. Selbstverständlich mit IPv4 und IPv6 - via DHCP. Also einstecken, läuft, schnell ... adieu, popeliges ADSL! Dass dabei kein Router oder Cable-Modem mehr benötigt wird, ist ein angenehmer Nebeneffekt - auch aus ökologischer Sicht. Wenngleich diese kleinen Appärätli nicht viel Strom verbrauchen, 106 mal 25 Watt sind auch fast 3 Kilowatt. Und bekanntlich ist die günstigste Energie jene, die gar nicht verbraucht wird. Für Techniker mag das Setup banal aussehen, und in der Tat: es ist alles andere als Rocket Science, jedes Campus-LAN ist komplizierter ...

Der administrative Aufwand ist minimal: eine Rechnung pro Quartal an den Vermieter, der seinerseits mit der sowieso vorhandenen Mietzins- und Nebenkostenabrechnung auch gleich den Internet-Anschluss fakturiert. Dieser ist dank optimierten Abläufen vergleichsweise günstig und beläuft sich im vorliegenden Referenzprojekt auf CHF 17.50 im Monat pro 100/100mbps Port. Details zum Projekt haben wir in einem kurzen FTTB-Factsheet zusammengefasst.

Dass der 100mbps/100mbps-Anschluss durchaus von den Bewohnerinnen und Bewohner genutzt wird, verdeutlicht diese Traffic-Statistik von heute und sie straft all jene Lügen, die behaupten, der Mensch brauche keine symmetrische Bandbreite. Ist (notabene nicht überbuchte) Kapazität vorhanden, wird sie auch genutzt.

Trafficstatistik Studentenwohnen Winterthur

Und so sieht die ganze FTTB-Installation im Studenten-Wohnhaus in Winterthur aus:

FTTB Installation Stundenten-Wohnhaus Winterthur
CH Internet Szene
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October 01 2010

finkregh

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Vielleicht mit der Szene, die mich zum endgültigen Ausrasten gebracht hat.

Ein ca. 60-jähriger Mann liegt am Boden, 2 Bekannte von mir knien neben ihm. "Was ist hier los", frage ich. "Er hat eine volle Ladung Reizgas abbekommen und ist zusammengebrochen. Kannst Du einen Krankenwagen organisieren?". Ich gehe also los, leihe mir ein Handy aus und wähle 112.

"112 Notruf, wer spricht da bitte?"

"Max Kirste hier. Im Schlossgarten ist ein ca. 60-jähriger Mann nach einem Reizgasangriff zusammengebrochen."

"Aha. Und was soll ich da jetzt tun?"

??!?!??

"Sie sollen einen Krankenwagen herschicken, was denken Sie denn?!"

"Nö, wegen eines Tränengasangriffs schicken wir keine Krankenwägen los."

?!?!?!!!!!!!!!!!

"Hier liegt ein kollabierter Mann herum, ich weiß nicht ob er nicht vielleicht einen Herzinfarkt hat und Sie wollen keinen Krankenwagen herschicken?!?! Habe ich Sie richtig verstanden?"

"Ja, genau"

"!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! FUCK YOU !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!"

Daraufhin bin ich zum nächstbesten Cop und habe ihm die gleiche Geschichte erzählt. Er so: "Wo ist das? Da drüben? Da bin ich nicht zuständig. Suchen Sie sich einen Polizisten da drüben."

?!?!?!?!?!????!???!?

Ich bin inzwischen mit den Nerven am Ende, gehe wieder rüber und quatsche einen berittenen Cop an:

"Da drüben liegt ein zusammengebrochener alter Herr, der hat eine volle Ladung Reizgas abbekommen und braucht dringend Hilfe. Der Notruf 112 sagt mir gerade, sie schicken keine Krankenwägen in den Park. Könnten Sie bitte einen Krankenwagen rufen?"

"Seh ich vielleicht aus wie ein Sani?"

?!?????????!!!!WTF!!!!????????????!

"Nein, Sie sehen aus wie ein Polizist und es ist ihre gottverdammte Pflicht, uns Bürger zu schützen! Rufen Sie bitte einen Krankenwagen, der Notruf weigert sich, welche zu schicken."

"Ja und? Was geht das mich an?"

Das war der Moment an dem ich das erste Mal in meinem Leben tatsächlich mit dem Gedanken an Mord gespielt habe. Und von da an wurde es rapide schlimmer. Ich kann euch gar nicht die ganze Geschichte erzählen, deshalb müssen Stichworte genügen:

  • ca 500 Polizisten in voller Kriegsausrüstung
  • 2 Wasserwerfer, die gegen Rollstuhlfahrer, alte Menschen und Kinder eingesetzt werden
  • Tränengas, Pfefferspray und Schlagstöcke, die ebenfalls gegen Kinder eingesetzt werden (es fand eine angemeldete Schülerdemo statt, die brutalst zusammengeknüppelt wurde)
  • Cops, die derart Spaß an Gewalt haben, das es nur noch zum Kotzen ist. Ich selber wurde von äußerst brutalen Cops weggezerrt, mir wurden sämtliche Gliedmaßen verdreht, mir wurde rücksichtslos ins Gesicht gegriffen, ich wurde von hinten gezerrt, dass mir die Luft wegblieb, ein Wasserwerfer hat mich (zum Glück nur kurz) voll erwischt usw.
  • Trauriger Tiefpunkt des Tages: einem Demonstranten wurde von dem Wasserwerfer ein Auge ausgeschossen und einem Freund von mir wurde das Trommelfell von dem gleichen Wasserwerfer zerfetzt.

    Damit ist klar: Schuster, Mappus, Grube und Merkel gehen für S21 auch über Leichen. Der faschistische Polizeistaat hat hier in Stuttgart heute seine hässliche Fratze gezeigt und mir kann nie wieder jemand erzählen, die Cops seien nicht unsere Feinde. So radikalisiert man große Bevölkerungsschichten, ihr Wichser!

    dª]V[ªX » Krieg in Stuttgart
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